Foto: Urheber: Klaus Erhardt (SA)
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Warum sagt ein Stiftung Warentest-Ergebnis bei Olivenöl wenig aus?
Stiftung Warentest testet bei Olivenöl ausschliesslich Massenware – und gibt das auf Nachfrage seit 1999 offen zu.
Der Olivenöltest der Stiftung Warentest erscheint regelmässig und erzeugt regelmässig dieselbe Reaktion: Viel Mittelmaß, ernüchternde Ergebnisse, wenige wirklich empfehlenswerte Produkte. Im aktuellen Test 2026 wurden 25 Olivenöle der höchsten Güteklasse nativ extra geprüft. Nur vier erhielten die Note gut. Acht fielen mit mangelhaft durch.Dazu kommt ein strukturelles Messproblem: Es wird genau einmal eine Probe gezogen. Auf Basis dieser einen Probe gilt ein Testsiegel für ein ganzes Jahr – unabhängig davon, wie viele Chargen in dieser Zeit durch die Regale laufen. Das Landgericht Duisburg hat diese Praxis 2008 gerichtlich untersagt (AZ. 22 O 121/08). Geändert hat sie sich seither kaum.
Was Stiftung Warentest seit 1999 selbst einräumt:
In einem Antwortschreiben auf eine Anfrage aus dem Jahr 1999 stellte die Institution unmissverständlich klar: Gegenstand unserer Untersuchungen ist die Massenware, die am unteren Rand der Güteklasse nativ extra angesiedelt ist. Und weiter: Eine höhere Stufe als nativ extra sieht der Gesetzgeber nicht vor. Da das Lebensmittelrecht keine Qualitätsstufe oberhalb von nativ extra kennt, landen handwerkliche Spitzenöle und industrielle Massenware im selben Bewertungsrahmen.Key Facts & Highlights
- Warentest testet ausschliesslich Massenware – kein repräsentativer Querschnitt
- Einmalige Probenahme – Testsiegel gilt ein Jahr für wechselnde Chargen
- Direktbezug vom Erzeuger mit Jahrgangsangabe wird nicht erfasst

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