AGURELEO.DE

"Nimm Salz wie ein Geizhals, Essig wie ein Weiser, Olivenöl wie ein Verschwender..."

Mediterraner Genuss:  am Tag nach der Pressung des ersten frischen Agureleo   wird das pfeffrig scharfe Frühöl in einer Erntepause reichlich mit frischen sonnengereiften Tomaten gefeiert ....
kulinarisches Highlight: Agureleo in der Küche

Olivenöl in der Küche: Fettsäuren, Rauchpunkt und was Agureleo in der heissen Pfanne verliert

Olivenöl ist hitzestabiler als sein Ruf – aber nicht jedes Olivenöl eignet sich gleich gut zum Kochen. Was beim Erhitzen passiert, hängt von der Zusammensetzung ab.
Olivenöl besteht zu rund 73 Prozent aus Ölsäure – einer einfach ungesättigten Fettsäure, die von Natur aus hitzestabiler ist als die mehrfach ungesättigten Fettsäuren der meisten Pflanzenöle. Dazu kommen rund 14 Prozent gesättigte Fettsäuren und etwa 9 Prozent mehrfach ungesättigte. Diese Zusammensetzung macht Olivenöl zu einem der stabilsten kaltgepressten Öle überhaupt – Sonnenblumenöl etwa enthält rund 65 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren und oxidiert beim Erhitzen deutlich schneller.

Rauchpunkt – was er bedeutet und was er nicht bedeutet:

Der Rauchpunkt ist die Temperatur, ab der flüchtige Bestandteile eines Öls sichtbar abdampfen. Er liegt bei nativem Olivenöl extra je nach Qualität und Säuregehalt zwischen 180 und 207 Grad Celsius. Eine australische Studie der Modern Olives Laboratory Services (2018) stellte fest, dass natives Olivenöl extra unter Erhitzungsbedingungen das stabilste aller getesteten Speiseöle war. Entscheidend ist dabei nicht nur der Rauchpunkt, sondern die chemische Stabilität unter Hitzeeinfluss: Polyphenole im Olivenöl wirken als natürlicher Hitzeschutzschild – sie verlangsamen die Oxidation aktiv. Wird der Rauchpunkt überschritten, entsteht Acrolein, ein potentiell gesundheitsschädlicher Stoff. Laut Max Rubner-Institut gilt: Braten bei 130 bis 140 Grad und Frittieren bei 160 bis 170 Grad sind als optimal anzusehen. Wichtig: Ein Öl, das sichtbar raucht und den Rauch beizend im Hals spüren lässt, sollte sofort entsorgt werden.
Für Agureleo – das ungefilterte Frühernteöl – gilt eine wichtige Einschränkung: Die natürlichen Schwebstoffe im ungefiltertem Öl senken den Rauchpunkt erheblich. Schwebstoffe wie Fruchtwasser und feine Fruchtfleischpartikel beginnen bereits ab etwa 100 Grad zu verdampfen – das Öl beginnt frühzeitig zu rauchen. Zum scharfen Anbraten ist ungefiltertes Agureleo deshalb nicht geeignet. Wer Agureleo in der Pfanne verwenden möchte, sollte es fürs schonende Dünsten oder Erwärmen bei niedrigen Temperaturen nutzen. Für höhere Temperaturen empfiehlt sich ein gefiltertes natives Olivenöl extra.

Was Erhitzen mit den Aromen macht:

Unabhängig vom Rauchpunkt gilt: Die flüchtigen Aromastoffe eines Frühernteöls – die Fruchtigkeit, die Schärfe, die Kräuternoten – sind hitzeempfindlich. Sie verflüchtigen sich beim Erhitzen zuverlässig. Wer ein Agureleo in die heisse Pfanne gibt, verliert den wertvollsten Teil seiner sensorischen Qualität. Das aromatische Potential eines guten Frühernteöls entfaltet sich kalt – als Abschluss, nicht als Kochfett.
Die beste Nutzung von Agureleo in der Küche ist deshalb immer roh: ein Schuss über fertige Speisen, über Salate, Hülsenfrüchte, Gemüse, Brot oder Käse. So bleiben Aromen, Polyphenole und der unverwechselbare Charakter des Frühernteöls vollständig erhalten. Für das Kochen selbst – Dünsten, Anbraten, Backen – eignet sich ein gutes gefiltertes natives Olivenöl extra, das seinen Rauchpunkt erst bei deutlich höheren Temperaturen erreicht.

Key Facts & Highlights

  • Fettsäuren: 73% Ölsäure – macht Olivenöl zum hitzestabilsten kaltgepressten Öl
  • Rauchpunkt nativ extra: 180–207 Grad – abhängig von Qualität und Säuregehalt
  • Agureleo ungefiltert: Schwebstoffe senken Rauchpunkt – nicht zum scharfen Anbraten geeignet
  • Aromen: Flüchtige Aromastoffe verflüchtigen sich beim Erhitzen – Frühernteöl gehört auf das fertige Gericht
Olivenöl ist ein Kochfett und ein Veredelungsöl – je nach Qualität und Verarbeitung. Wer beides versteht, nutzt es richtig.
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