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"Nimm Salz wie ein Geizhals, Essig wie ein Weiser, Olivenöl wie ein Verschwender..."

Detailaufnahme von hochwertigem Olivenöl – reich an gesunden Polyphenolen. Foto: Urheber: Klaus Erhardt
Gesundheit und Beauty

Wie gesund ist Olivenöl für Kinder und Kleinkinder?

Olivenöl liefert Kindern wertvolle Fettsäuren für Zellaufbau, Nervensystem und Konzentration – im richtigen Zusammenspiel mit anderen Ölen.
Fett Ist in der Kinderernährung eine essenzielle Notwendigkeit. In den ersten Lebensjahren beziehen Säuglinge und Kleinkinder bis zu 40 bis 50 Prozent ihrer Kalorien aus Fett, weil das wachsende Gehirn, das Nervensystem und jede neue Körperzelle Fett als Baustoff brauchen. Die Frage ist nicht ob, sondern welches Fett. Olivenöl gehört seit Jahrtausenden zur Familienernährung im Mittelmeerraum – ab dem Beikostalter, also etwa dem sechsten Lebensmonat. Der Hauptbestandteil ist die Ölsäure, eine einfach ungesättigte Fettsäure, die bis zu 80 Prozent des Olivenöls ausmacht. Ölsäure unterstützt den Aufbau von Zellmembranen und fördert die Myelinisierung – das ist der Aufbau der Schutzhülle um Nervenfasern, der für die Signalübertragung im Gehirn entscheidend ist. Ein EU-Forschungsprojekt belegte: Ölsäure wirkt als neurotropher Faktor, der neuronale Differenzierung und das Axonwachstum fördert – und damit direkt an der postnatalen Gehirnentwicklung des Menschen beteiligt ist. Das Fettsäureverhältnis in nativem Olivenöl extra ähnelt dem der Muttermilch stärker als das der meisten anderen Pflanzenöle – ein Umstand, der es für die frühe Kinderernährung besonders geeignet macht. Olive Oil Times fasst die Forschungslage zur Bedeutung von Olivenöl in der frühen Kinderernährung zusammen. Olivenöl enthält darüber hinaus Vitamin E, das Kinder vor oxidativem Stress schützt, und Polyphenole, die entzündungshemmend und immunstärkend wirken.

Olivenöl für Kleinkinder – ab wann und wie viel:

Ab dem sechsten Lebensmonat kann Olivenöl in die Beikost eingeführt werden. Empfohlen wird natives Olivenöl extra, roh oder zum schonenden Dünsten. Die Spanische Gesellschaft für Pädiatrie empfiehlt Olivenöl als Hauptfett in der Ernährung von Kindern zwischen zwei und sechs Jahren. Für Kleinkinder im ersten Lebensjahr gelten bis zu zwei Esslöffel täglich als angemessen, eingebettet in eine ausgewogene Mahlzeit. Für ältere Kinder und Jugendliche eignet sich Olivenöl als Basisöl in der täglichen Küche. Wichtig: Olivenöl enthält kein DHA – die langkettige Omega-3-Fettsäure, die für Gehirn- und Netzhautentwicklung am wichtigsten ist. DHA steckt in fettem Fisch, Leinöl, Walnussöl und Algenöl. Kinderärzte empfehlen daher keine Monokultur beim Öl, sondern eine Kombination: Olivenöl und Rapsöl für den Alltag, Lein- oder Walnussöl für ein günstiges Omega-3-Profil.
Was Olivenöl von anderen Ölen unterscheidet, ist die Kombination aus Fettsäureprofil und bioaktiven Begleitstoffen. Ein polyphenolreiches Frühernteöl bringt deutlich mehr Wirkstoffe mit als ein raffiniertes Handelsöl – das ist für Erwachsene relevant, für Kinder in der Aufbauphase erst recht. Olivenöl verbessert zudem die Aufnahme fettlöslicher Vitamine. Da Vitamine A, D, E und K nur in Gegenwart von Fett aus dem Darm aufgenommen werden können, steigert ein Teelöffel Olivenöl über dem Gemüsebrei ihre Bioverfügbarkeit messbar. Studien zeigen, dass Olivenöl die Aufnahme fettlöslicher Vitamine effektiver verbessert als andere Fette. Transfette und stark omega-6-reiche Öle wie Sonnenblumenöl sollten in der Kinderernährung reduziert bleiben: Sie beeinträchtigen das Fettsäureverhältnis im wachsenden Organismus und können den Transport essentieller Fettsäuren stören.

Key Facts & Highlights

Kinder entwickeln Ernährungsgewohnheiten früh – und ein polyphenolreiches Maroulia Agureleo, das von Anfang an auf den Gemüsebrei kommt, legt einen Grundstein, den man später nicht mehr nachholen kann.

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