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"Nimm Salz wie ein Geizhals, Essig wie ein Weiser, Olivenöl wie ein Verschwender..."

Detailaufnahme von hochwertigem Olivenöl – reich an gesunden Polyphenolen. Foto: Urheber: Klaus Erhardt
Gesundheit und Beauty

Warum ist Olivenöl in der Schwangerschaft besonders wertvoll?

Natives Olivenöl extra liefert Fettsäuren, die für die Entwicklung des Fötus wichtig sind – und gibt Polyphenole direkt ans Kind weiter.
Wer über Ernährung in der Schwangerschaft nachdenkt, stösst schnell auf lange Listen mit Verboten und Einschränkungen. Olivenöl gehört nicht dazu. Es ist eines der wenigen Lebensmittel, das von Ernährungsmedizinern in der Schwangerschaft ausdrücklich empfohlen wird. Der wichtigste Baustein ist die Ölsäure – eine einfach ungesättigte Fettsäure, die den Hauptteil des Olivenöls ausmacht. Ölsäure ist entscheidend für den Aufbau von Zellmembranen, beim Fötus vor allem die Membranen der Nervenzellen und des entstehenden Gehirns. Das Verhältnis der Fettsäuren in nativem Olivenöl extra ähnelt dem der Muttermilch stärker als das der meisten anderen Pflanzenöle. Der Internationale Olivenöl-Rat dokumentiert: Die postnatale Entwicklung von Babys – gemessen an Grösse, Gewicht, Verhalten und psychomotorischen Reflexen – fällt bei Müttern besser aus, die während der Schwangerschaft regelmässig Olivenöl konsumierten. Hinzu kommt der Vitamin-E-Gehalt. Neugeborene benötigen in den ersten Lebenstagen einen Vorrat an Vitamin E, um den oxidativen Stress beim Eintritt in die Sauerstoffatmosphäre zu bewältigen. Olivenöl liefert dieses Vitamin in stabiler Form – die eigenen Antioxidantien des Öls schützen das Vitamin E auch über längere Lagerzeit.

Polyphenole in der Muttermilch – Studie der Universität Barcelona:

Eine im Mai 2022 in Food Chemistry veröffentlichte Studie der Universität Barcelona, des INSA-UB und des CIBEROBN zeigte an Ratten als Studienmodell: Phenolische Verbindungen aus nativem Olivenöl extra gelangen über die Plazenta und über die Muttermilch zum Nachkommen. In der mit EVOO ernährten Gruppe fanden sich deutlich mehr Polyphenole in der Muttermilch als bei den Kontrollgruppen. Die Studie ist nach Angaben der Autoren die erste, die diese vertikale Übertragung von EVOO-Polyphenolen systematisch untersucht hat. Die Schlussfolgerung: Eine mit nativem Olivenöl angereicherte Ernährung während Schwangerschaft und Stillzeit kann den Gehalt bioaktiver Schutzverbindungen in der Muttermilch erhöhen – mit potenziellen Vorteilen für die Gesundheit des Säuglings. Die Universität Barcelona beschreibt die Ergebnisse der Studie zur vertikalen Übertragung von EVOO-Polyphenolen auf Nachwuchs und Muttermilch.
In der Schwangerschaft ist das mütterliche Immunsystem teilweise gedämpft – biologisch notwendig, damit der Körper den Fötus nicht abstösst. In dieser Phase sind Antioxidantien und entzündungshemmende Stoffe besonders wertvoll. Die Polyphenole im Olivenöl – vor allem Oleuropein und Hydroxytyrosol – unterstützen das Immunsystem genau in dieser Situation. Eine systematische Übersichtsarbeit kam zu dem Ergebnis, dass EVOO-Konsum in der Schwangerschaft mit einem geringeren Risiko für Präeklampsie und Schwangerschaftsdiabetes verbunden ist. Eine 2023 veröffentlichte systematische Übersicht fasst die Belege für den Schutz von Olivenöl auf Schwangerschaftsverlauf und Geburtsergebnis zusammen. Was fehlt Olivenöl? Es enthält kein DHA – die langkettige Omega-3-Fettsäure, die für die Gehirn- und Netzhautentwicklung des Babys am wichtigsten ist. DHA ist hauptsächlich in fettem Seefisch und Algenöl enthalten. Olivenöl ist hier keine Alternative, sondern eine Ergänzung. Ernährungsmediziner empfehlen in der Schwangerschaft eine Kombination aus Olivenöl und Rapsöl für ein günstiges Fettsäureprofil sowie regelmässig Fisch oder DHA-Supplemente. Transfette und stark omega-6-lastige Öle wie Sonnenblumenöl sollten dagegen reduziert werden: Sie können den Transport essentieller Fettsäuren durch die Plazenta beeinträchtigen.

Key Facts & Highlights

Die Ernährung in der Schwangerschaft legt einen Grundstein, den man später nicht mehr nachholen kann. Ein polyphenolreiches Frühernteöl wie das Maroulia Agureleo ist dabei keine Selbstverständlichkeit – aber eine, die sich lohnt.
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