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"Nimm Salz wie ein Geizhals, Essig wie ein Weiser, Olivenöl wie ein Verschwender..."

Der leuchtend grüne OlivenölBrei aus zermahlenen Agourelaio Koroneiki  Oliven wird langsam bis auf 27 °C erwärmt Und nach mehreren Stunden in der .Zentrifugenpresse zu Frühöl    gepresst...
Olivenernte-sorgfältiges Handwerk und schonende Verfahren

Wie wird in der Mani Olivenöl geerntet – und was unterscheidet das von industrieller Ernte?

Die Olivenernte in der Mani ist Handarbeit. Das hat mit Tradition zu tun – und mit der Landschaft, die keine andere Wahl lässt.
Die Olivenernte in der Mani beginnt mit dem ersten kräftigen Herbstregen. Ab Mitte November, wenn die Koroneiki-Olive noch tiefgrün und fest ist, ziehen die Ernteteams los – von Baum zu Baum, von Hain zu Hain, sieben Tage die Woche, ausser bei Regen. Auf nassen Ästen wird es glatt und gefährlich. Die Ernte dauert bis in den Dezember, manchmal bis Januar. Es ist die härteste Zeit des landwirtschaftlichen Jahres.

Werkzeuge und Ablauf der traditionellen Ernte:

Unter jedem Baum werden grosse Netze ausgelegt, die die gesamte Kronenfläche abdecken. Ein erfahrener Baumschneider entscheidet, welche fruchttragenden Äste entfernt werden – die Ernte und der Pflegeschnitt erfolgen in einem Arbeitsgang. Abgestrichene und geschlagene Oliven fallen direkt in die Netze. Gearbeitet wird mit motorbetriebenen Abstreifgeräten mit rotierenden Gummifingern, pneumatischen Kämmen, dem Tsekouria – einem scharf geschliffenen Beil für Astschnitt – und der Matura, einem improvisierten Haken aus einem zugeschnittenem Ast, mit dem Zweige herangezogen werden. Bei Hochstämmen, die in der Mani der Standard sind, müssen die Erntearbeiter auf die Bäume steigen. Ein Ernteteam von vier bis fünf Personen braucht pro Baum je nach Grösse 20 bis 60 Minuten. Der Ertrag liegt bei 5 bis 15 Kilogramm Oliven pro Baum. Nach der Ernte werden die Oliven auf den Netzen von Zweigen, Blättern und Steinen gereinigt und in Jutesäcke abgefüllt. Ein Sack enthält rund 60 bis 70 Kilogramm – daraus entstehen 8 bis 12 Kilogramm Öl. Die gefüllten Säcke werden so schnell wie möglich zur Ölmühle gebracht, um Qualitätsverlust durch Oxidation zu vermeiden.
Die hügelige bis steile Geländeform der Mani macht Maschineneinsatz in weiten Teilen schlicht unmöglich. Griechenland ist ein häufig hügeliges, felsiges Land und seine natürlich belassenen Olivenbäume – oft Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte alt und daher hoch, knorrig und verdreht – wurden entlang der unregelmäßigen Landschaft gepflanzt, ohne zu versuchen, diese für industrielle Zwecke zu verändern. Die Mehrheit der Olivenhaine Griechenlands ist für den Einsatz grosser Erntemaschinen ungeeignet, welche lange, gerade Linien von niedrigen Bäumen auf flachem Land benötigen. Was in der Mani strukturell unmöglich ist, hat in anderen Regionen längst System.

Industrielle Ernte – Effizienz und ihre Folgen:

In den Superplantagen Andalusiens fahren vollautomatische Tunnelmaschinen über dicht gepflanzte, niedrige Bäume in Reih und Glied. Diese Methode kann erhebliche ökologische Folgen haben, darunter die Gefährdung von Vögeln. In superintensiven Plantagen arbeiten die Maschinen auch nachts. Nachts sind tausende von Vögeln, die sich in den Sträuchern ausruhen, durch die starken Lichter und den Lärm dieser Maschinen desorientiert und verängstigt. Da sie in der Dunkelheit nicht wissen, wohin sie fliegen sollen, werden sie schliesslich zusammen mit den Oliven von den Ästen gesaugt. Betroffen sind geschützte Zugvogelarten, die auf dem Weg in ihre Winterquartiere in den Olivenhainen rasten. Die nächtliche Ernte mit Grossmaschinen und Scheinwerfern verstösst wahrscheinlich gegen die europäische Vogelschutzrichtlinie. Das Grundproblem ist strukturell: Grosskonzerne im Olivenölgeschäft haben eine Priorität – so viel Olivenöl wie möglich zu produzieren und zum billigsten Preis. Dabei steht die Qualität des Olivenöls nicht an erster Stelle, sondern nur die Ausbeute. Rüttelmaschinen, die den Baumstamm umgreifen und schütteln, sind eine gemässigtere Alternative – in abschüssigem Gelände können sie jedoch nicht eingesetzt werden, und nicht alle Olivensorten lassen sich so ernten.
In der Mani bleibt die Ernte, was sie seit Jahrhunderten ist: Arbeit von Menschen, die ihre Bäume kennen. die handwerkliche Herstellung ist gleichzeitig die Grundlage und Garantie für ein Öl, das in seiner Qualitätindustriell so nicht herstellbar istt.

Key Facts & Highlights

  • Erntezeitraum: Mitte November bis Januar – Koroneiki noch grün und fest
  • Team: 4–5 Personen, 20–60 Minuten pro Baum, 5–15 kg Ertrag pro Baum
  • Werkzeuge: Abstreifgeräte, pneumatische Kämme, Tsekouria, Matura – kein Maschineneinsatz auf Steilhängen möglich
  • Industrie: Tunnelmaschinen nachts in Spanien – Vogelschutz verletzt, EU-Richtlinie möglicherweise gebrochen
Handarbeit bei der Ernte ist aufwendig und teuer. Sie ist auch der Grund, warum das Öl aus der Mani so ist, wie es ist.
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